Am Anfang war das Wort (Klang) und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.
— Johannes 1,1
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Pythagoras aus samos

Für Pythagoras begann die Schöpfung mit einem Ur-Ton, dessen Resonanz eine Obertonreihe erzeugte, aus denen die Welt der Dinge entstand.

Ein auf der Flöte gespielter Ton bringt eine entsprechende Saite zum Vibrieren und Klingen und erzeugt ihre Obertöne deren Frequenzen sich um die Ganzahlenreihe 1,2,3,4 usw. vervielfachen. Sie haben also die doppelte, dreifache, vierfache … Schwingungszahl des Grundtons.
Sie bilden eine Harmonie.
In dem Modell des Pythagoras besteht die Welt aus Zahl und Harmonie
- Oktave, Quint und Quart-
einer TETRAKTYS, in die sie eingeordnet ist.

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tetraktys

Die Harmonie der Schöpfung war für die Pythagoreer eine universelle Gesetzmäßigkeit, die – besonders in der Musik verdeutlicht - auch auf den Menschen harmonisierend wirkt.
Tetraktys - “die Heilige Vier” - war eines der wichtigsten Symbole der Pythagoreer, die die Welt mithilfe der Mathematik - der Zahlen - erklärten.
10 Punkte im Dreieck angeordnet bilden ein Delta Zeichen - DELTA = DEKA =10
1+2+3+4 =10
Zehn galt als allumfassend und allbegrenzend.
ALLES - 10 - entsteht aus dem Einen - 1 - ALL EINS.
Der eine Gedanke, das eine Wort, der eine Klang erschuf die Welt.
Die 1 und die 10 - Anfang und Ende.

Diese antike Idee ist gar nicht so weit von der heutigen (Quanten)Physik entfernt.
Als Ansatz zur ganzheitlichen Heilung durch Harmonisierung der Zellenschwingung
macht sie, damals wie heute, durchaus Sinn.
Im Jahr 2013 beschäftigte ich mich für eine Publikation mit den Reinigungspraktiken der Pythagoreer
und fand Texte über Klangtherapie, die Pythagoras seinen Schülern verordnet hat.
Ich fand es so berührend und einleuchtend, dass ich seitdem dieser Spur folge.
Die Ergebnisse geben ihm Recht.

Reinigung der Seele ist so wichtig wie tägliche Körperhygiene weil:

  • Wir ständig durch äußere Einflüsse verändert werden

  • Fremde Meinungen beeinflussen und verändern uns, bestimmen darüber was wir über uns und die Welt denken

  • Wenn wir uns bewusst machen, dass es nur Meinungen sind, die wir als Wissen horten und liebhaben,
    können wir sie als Belastung sehen, die uns daran hindert uns selbst zu erkennen


Meistens sind wir von uns selbst so weit entfernt, dass wir uns gar nicht kennen, haben kein Bewusstsein über uns selbst - kein Selbstbewusstsein!
Nur eine Sammlung von Meinungen, die wir nicht hinterfragen, da sie uns bereits durch unsere Eltern aufgedrückt wurden durch Urteile wie:

  • ein guter/böser Junge/Mädchen

  • das kannst du nicht

  • was werden die Leute dazu sagen

  • aus dir wird nie was werden

  • begabt aber faul

  • niemand wir dich mögen wenn…

  • man hat es schon immer so gemacht

Wenn es Dir bekannt vorkommt, wirst Du mir vielleicht zustimmen, dass es viel Energie braucht diese Urteile im Alltag abzuwehren,
vielleicht deshalb,weil sie immer noch schmerzen. Fakt ist, dass statt herauszufinden wer Du tatsächlich bist oder was Du kannst und willst,
Du ständig diese (Glaubens) Sätze zu bestätigen scheinst.

Die Befreiung von der fremden Meinung über uns bedeutet, dass wir zum ersten Mal uns selbst sehen dürfen wie wir sind.

Wir ziehen all die Masken aus, die wir glauben tragen zu müssen, um in der Welt bestehen zu können.
Es ist eine Reinwaschung von den Projektionen, die sich auf unserem Lebensweg angesammelt haben.

Erkenne Dich Selbst - diese Worte zierten einst den Eingang zum Apollotempel in Delphi und waren die Grundvoraussetzung für jegliches Wissen und ein gutes Leben.


Die Mitte finden

eine Übung für JEDEN TAG

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Die Mitte zu verlieren ist heute einfacher denn je. Von immer mehr Reizen umgeben, gibt es kaum Räume für Ruhe und Reflexion. Die immer schneller zu werden scheinende Welt, fertige Meinungen zu Allem und Jedem erwecken oft den Eindruck, im Bilde zu sein. Diese Illusion von Wissen, Mithalten, Machen, blendet, lenkt ab, gaukelt vor. In einsamen, stillen Momenten begegnet uns Leere.
Sie zu spüren kann, in der Mitte angekommen, erholsam sein. Leere ohne Zentrierung dagegen hat viele Namen: Burn-Out, Depression, Krise.
In der Mitte angekommen lass von nun an keine Meinung ungeprüft in Dich rein.

Negative Umwelteinflüsse wie z.B. Luftverschmutzung, Pestizide, Elektrosmog, Weichmacher in Plastik und Lärm bringen den Körper ebenfalls aus dem Gleichgewicht.
Wir können sie nur zum Teil vermeiden, denn sie sind so gut wie überall…
Umso wichtiger ist es die Zellen immer wieder an den natürlichen Zustand zu erinnern.

harmonie ist gleichgewicht, ist mitte, ist glück